Namensänderungen

Beschreibung

Es gibt verschiedene namensrechtliche Erklärungen, wie

  • Angleichungserklärung
  • Bestimmung eines Ehenamens / Lebenspartnerschaftsnamens
  • Hinzufügung eines Namens (Doppelname)
  • Namenserklärung für Spätaussiedler oder Ausländer, die ihre Namensführung dem deutschen Namensrecht anpassen möchten
  • Namenserteilung
  • öffentlich-rechtliche Namensänderung
  • Wiederannahme eines früheren Namens
  • Widerruf der Hinzufügung

Bestimmung eines Ehe- und Lebenspartnerschaftsnamens


Sie können bei der Eheschließung einen gemeinsamen Ehenamen bestimmen. Dies kann der Geburtsname des Mannes oder der Frau sein. Auch ein aus der Vorehe stammender Name des Mannes oder der Frau kann zum Ehenamen bestimmt werden. Die Bestimmung eines Ehenamens ist endgültig und unwiderruflich. Wenn Sie keinen Ehenamen führen wollen, bleibt es bei getrennter Namensführung.

Sie können ebenso bei der Begründung einer Lebenspartnerschaft einen gemeinsamen Lebenspartnerschaftsnamen bestimmen. Dies kann der Name des/der 1. oder 2. Partners/Partnerin sein. Wenn Sie keinen Lebenspartnerschaftsnamen führen wollen, bleibt es bei getrennter Namensführung.

In beiden Fällen gilt, wer bei Bestimmung eines Ehe-/Lebenspartnerschaftsnamens auf seinen Namen verzichtet hat, kann seinen Namen dem Ehenamen bzw. Lebenspartnerschaftsnamen voranstellen oder anfügen (Doppelname). Ehegatten/Lebenspartner können nach Auflösung der Ehe/Lebenspartnerschaft durch Tod oder rechtskräftige Scheidung/gerichtliche Auflösung ihren Geburtsnamen oder den bei Eingehung der Ehe/Lebenspartnerschaft geführten Namen (aus einer früheren Ehe/Lebenspartnerschaft) ohne Frist wieder annehmen.

Bestimmung eines Namens für Vertriebene und Spätaussiedler


Vertriebene und Spätaussiedler können durch Erklärung Namensbestandteile ablegen (z. B. einen Vatersnamen), eine deutschsprachige Form ihres Familiennamens oder ihrer Vornamen annehmen.

Angleichung


Eingebürgerte Deutsche haben die Möglichkeit, ihren nach einem ausländischen Recht erworbenen Namen an das deutsche Recht anzupassen (Angleichung).

Öffentlich-rechtliche Namensänderung


Neben den Namensänderungen nach bürgerlichem Recht hat der Gesetzgeber auch die Möglichkeit der öffentlich-rechtlichen Namensänderung (auch behördliche Namensänderung genannt) geschaffen. Zuständig für diese Namenserklärungen ist die Kreisverwaltung Unna.

Gebühren

  • Die gesetzliche Gebühr für eine namensrechtliche Erklärung beträgt 21,00 Euro.
  • Eine Bescheinigung über die Namensänderung kostet 9,00 Euro.

Ausnahmen: Angleichungserklärung, Bestimmung des Ehenamens direkt bei der Eheschließung, Bestimmung des Lebenspartnerschaftsnamens direkt bei der Begründung, Namenserklärung nach dem Bundesvertriebenengesetz (BVFG)

Diese Erklärungen sind kostenlos. 

Rechtsgrundlagen (Allgemein)

  • Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB)
  • Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
  • Personenstandsgesetz
  • Lebenspartnerschaftsgesetz
  • Bundesvertriebenengesetz

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